Projekt 12 – 2010: Vorsätze
Projekt 12 – 2010: Vorsätze
Aug 18Mir wurde nun schon von verschiedener Seite vorgeschlagen, dass ich mal näher auf die einzelnen Photos des Projekt 12 – 2010 eingehen könnte. Damit möchte ich heute anfangen und zwar chronologisch korrekt mit dem ersten Bild, das zu dieser Reihe entstand.
Das erste Thema lautete “Vorsätze”, welches logischerweise zu Beginn des neuen Jahres im Januar auf dem Plan stand. Zu dieser Zeit war mein Leben in einer ziemlichen Unruhe und im Studium durchlief ich eine sehr lernintensive Phase, die auch noch eine Weile andauern sollte. Speziell machte mir ein Fach Sorgen, von dem ich nicht wusste, ob ich es in diesem Semester erfolgreich ablegen würde.
Wenn ich Motivation zum Lernen brauche, dann schreibe ich mir gern kleine Nachrichten, damit ich sie immer vor Augen habe. So kam es, dass ich mir eines Tages ein PostIt mit der Nachricht “Alles wird gut” schrieb und an den Kleiderschrank klebte. Das war der Anstoß für die Bildidee.
Mein Vorsatz war: Dran bleiben, weiter machen, durchbeißen. Alles wird gut. So auch der Titel des Bildes.
Also nahm ich das PostIt, klebte es auf eines meiner Bücher, ordnete sie an und fing an Photos zu machen. Das beste Bild wurde unten noch etwas beschnitten, schwarz-weiß (als Ausdruck der Tristesse, mit der man bei langen Lernphasen zu tun hat) umgesetzt und zum Schluss mit einer Vignette und einem Grissel-Effekt überarbeitet, um die raue Atmosphäre der Prüfungsphase deutlich zu machen.
Das war es auch schon, der Arbeitsaufwand für dieses Bild war vergleichsweise gering. Die Prüfung, um die ich mir Sorgen machte, habe ich übrigens am Ende doch bestanden, hat mich aber dennoch Nerven gekostet. Später sollte mich eine andere Prüfung zu etwas mehr Ruhe zwingen, die ich auf jeden Fall nötig hatte.
Und so kommt es, dass dieser Vorsatz auch dann aktuell bleibt, wenn man mal eine Prüfung versemmelt: Alles wird gut. Wird schon, ist es bisher ja auch immer


Das Foto ist sehr aussagekräftig. Es spiegelt ein Gefühl wieder, das man hat, wenn einem alles zu viel wird. Ich würde sagen,Prädikat: künstlerisch.
Dankeschön! Wie sich später rausstellte konnten einige Komilitonen, denen ich das Bild zeigte das Gefühl sehr gut nachvollziehen