[Aller Anfang…] Einstieg in die Photographie

[Aller Anfang…] Einstieg in die Photographie

Sep 13

Heute starte ich eine neue Serie in meinem Blog, unter dem Titel “Aller Anfang…”. Mein Ziel ist es Anfängern den Einstieg in die Photographie zu erleichtern und Fortgeschrittenen weitere Tipps an die Hand zu geben. Dabei kommt es auch nicht unbedingt darauf an, dass ihr eine Spiegelreflex besitzt, denn ich möchte im Rahmen dieser Reihe ebenso zeigen, dass man auch mit einer Kompaktkamera gute Bilder machen kann und euch ein paar Tricks und Kniffe mit auf den Weg geben, die auch hier funktionieren.

Gerade wenn man am Anfang der Photographie steht, bekomme ich immer wieder die selben Fragen zu hören. Auf eine der häufigsten möchte ich nun eingehen.

Welches Equipment muss ich mir kaufen?

Diese Frage kann man pauschal schwer beantworten, denn es kommt zunächst darauf an, was die Kamera alles können soll. Die oft gehörte Antwort auf diese Gegenfrage: Gute Bilder, klein für die Jackentasche, viel Zoom, billig! Das Tückische dabei ist, dass man alles auf einmal nur schwerlich bis garnicht bekommt.

Das Problem ist nämlich folgendes: Will man viel Zoom, braucht man auch entsprechende Linsensysteme und diese brauchen eben Platz, das beißt sich mit dem Wunsch nach einer kleinen (flachen) Kamera. Ist die Kamera flach und bietet trotzdem einen hohen Zoomfaktor, so wird meist auf einen sogenannten digitalen Zoom zurückgegriffen: Das heißt, dass beim zoomen das Bild digital vergrößert wird, als würde man ein Photo auf dem Bildschirm eines PCs vergrößern. Die Folge: Das Bild verpixelt, wodurch der Wunsch nach guten Bildern nicht erfüllt wird.

Auch sollte man sich nicht auf die Volksweisheit “Je mehr Megapixel, desto besser!” verlassen, denn der Chip einer Kompaktkamera ist äußerst klein. Presst man nun 10.000.000 oder noch mehr Pixel auf solch eine kleine Fläche, sitzen die Pixel so eng aneinander, dass sie sich gegenseitig stören. Da sich dies physikalisch kaum verhindern lässt, muss das so entstehende Bildrauschen softwareseitig unterdrückt werden, was wiederum zu Einbußen der Bildqualität führt.

Will man eine hohe Auflösung für Posterdruck, bei starker Bildqualität, so wird man diese Eigenschaften kaum bei einer kleinen Kompaktkamera finden.

Ich bin verwirrt… Was soll ich mir denn nun kaufen?

Wie ich nun versucht habe zu zeigen, ist es nicht möglich alles in einem zu haben, ohne Kompromisse einzugehen. Darum muss man sich bewusst machen, wofür man die Kamera braucht und was einem wirklich wichtig ist. Denn alle Kamerasysteme habe ihre Vor- und Nachteile. Die folgenden Punkte darf man zwar nicht generalisieren, kann man aber als grobe Eckpunkte im Hinterkopf behalten.

Kompaktkamera

  • günstiger Preis
  • klein
  • einfach zu bedienen
  • wenig Einstellungsmöglichkeiten
  • Bildqualität für Photos gut, aber für große Drucke meist eher mäßig

Bridge-Cam

  • mittlerer Preis
  • groß, aber etwas kleiner als eine Spiegelreflex
  • meist auch einfach zu bedienen
  • mehr Einstellungsmöglichkeiten
  • bessere Bildqualität als Kompakte

Spiegelreflex

  • teure Kamera
  • teure Linsen (!!!)
  • groß (!)
  • freier Gestaltungsspielraum (viele Einstellungsmöglichkeiten, verschiedene Linsen, etc.)
  • demnach schwieriger zu bedienen
  • Posterdruck-Qualität möglich

Hat man sich nun grundlegende Gedanken über die eigenen Ansprüche gemacht, ist man der Wahl der richtigen Kamera schon ein Stück näher gekommen.

Wie ich nun aus der großen Auswahl zur passenden Kamera greife, das erkläre ich euch am Mittwoch.

Vielleicht fühlt sich ja nun der ein oder andere von euch angesprochen und hat sich ähnliche Fragen gestellt. Wenn ihr Anmerkungen,  weitere Fragen, Lob und Tadel habt, dann schreibt einfach einen Kommentar oder mailt mir! :)

Auf Grund von erhaltenem Feedback, wurde das Logo der Reihe thematisch angepasst. Danke für den Hinweis!

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